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Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Einigung bei der Entgeltordnung im KTD (Erziehungsdienst) und neue Entgelttabelle

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

In den letzten Tagen haben Sie den Newsletter 24-2017 erhalten. Leider gab es dort Fehler und Unstimmigkeiten.

Wir bitten dieses zu entschuldigen.

 

Nun noch einige erläuternde Worte.

Die alte E 8 aus dem KTD ist nun ES 9.

Die Entgeltordnung wurde überarbeitet ist aber nach jetzigem Stand noch nicht vollständig.

Fest steht die Einführung einer E 7 ½ die nun ES 8 heißt.

Die Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin wird z. Bsp. ab dem 01.01.2018 in die ES 9

vormals E 8 eingruppiert. (Entsprechend: E 9 = ES 10, E 10 = ES 11, E 11 = ES 12).

Eine Darstellung und Erläuterung der neuen Entgeltordnung wird voraussichtlich Ende September hier veröffentlicht.

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Für die Tarifkommission

Thomas Marek

Vorsitzender der Tarifkommision KTD Kirchengewerkschaft LV- Nord

 

 

Einigung bei der Entgeltordnung im KTD (Erziehungsdienst) und neue Entgelttabelle

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

nach intensiven und schwierigen Verhandlungen ist es der Tarifkommission der Kirchengewerkschaft gelungen, mit dem Arbeitgeberverband (VKDA) eine Einigung zur Neugestaltung der Entgeltordnung im Kirchlichen Tarifvertrag Diakonie zu vereinbaren.

Gleichzeitig wurde ein neuer Tabellenwert für die Kolleginnen und Kollegen im Erziehungs-dienst abschließend verhandelt. Es wird eine weitere Abteilung eingerichtet, Abteilung 2 Erziehungs- und Sozialdienst. Diese gilt für alle Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Eingliederungshilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie den Berufsbildungswerken.

Somit heißt die neue Entgeltgruppe nicht mehr E sondern ES und beginnt mit der Entgelt-gruppe ES 3 und endet mit ES 12. Die ES 3 beginnt mit Arbeitnehmerinnen im Erziehungs- und Sozialdienst mit Tätigkeiten, die eine fachliche Einarbeitung fordern, z.B. pädagogische Hilfskräfte.

Die höchste Entgeltgruppe ES 12 sind Arbeitnehmerinnen mit Funktionen, wie z.B. Leitung eines Teils einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen mit mindestens 12 Arbeitnehmerinnen als Vollzeitstelle.

Wichtig war der Tarifkommission auch die Einführung der 5. Stufe (nach 18 Jahren) ab der ES 7. Somit erhalten die Fachkräfte eine Anerkennung für ihre langjährig erworbene Erfahrung in ihren Bereichen.

Die Tarifkommission der Kirchengewerkschaft hat bei den Verhandlungen eine unterschiedliche Prozentzahl in der Entgeltsteigerung ausschließlich für die Abteilung 2 verhandelt. So gilt die Tabelle ab dem 01.01.2018 und beginnt mit einer Steigerung für ES 3 Stufe 1 um 2,2 %.

Die Ergotherapeuten, Erzieherinnen, Heilerzieherinnen mit staatlicher Anerkennung und jeweils entsprechender Tätigkeit, FABs, Logopäden, Heilerziehungs-pfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Physiotherapeuten mit entsprechender Tätigkeit in ES 7 erhalten eine Steigerung von 5,5 % nach 3 Jahren in der Stufe 2 bzw. 6 % nach 7 Jahren in der Stufe 3.

Die entsprechende Tabelle können Sie im Anhang sehen.

Alle anderen aus dem KTD bekommen 2,2 % Gehaltssteigerung zum 01.01.2018

Gleichzeitig wurde für alle vereinbart, dass die Erhöhung der Eigenbeteiligung bei der EZVK-VBL zum 01.01.2018 um 0,1 % für Arbeitnehmerinnen steigt.

Alle Werte sind kaufmännisch gerundet und treten am 01.01.2018 mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten in Kraft.

Die entsprechende neue Entgeltordnung sowie die Tabelle werden Sie in den nächsten Tagen auf unserer Homepage lesen können.

Für die Tarifkommission

Thomas Marek

Vorsitzender der Tarifkommision KTD Kirchengewerkschaft LV- Nord

 

 

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.


Und der Arme sagte bleich:


»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.

Bertolt Brecht

Jeder zweite findet die Einkommensverteilung in der Bundesrepublik Deutschland ungerecht. Die meisten Menschen in Deutschland sprechen nicht gerne über ihr Gehalt und decken über die Höhe ihres Einkommens lieber den Mantel des Schweigens. Es ist zu beobachten, dass Reichtum als erstrebenswert gilt und ein positiver Begriff in der bundesdeutschen Wirklichkeit ist. Ganz anders als sein Gegenteil: die Armut. Armut ist Scham behaftet, Bezieher eines geringen Einkommens sprechen nur ungern über sie. Doch wer ist reich und wer ist arm? Schauen wir auf den Spitzensteuersatz: wir haben dieser Tage erfahren, dass in Deutschland jeder elfte Bürger den Spitzensteuersatz zahlt. Ist nun derjenige, der den Spitzenteuersatz zahlt ein Spitzenverdiener? Der Spitzensteuersatz wird für einen allein stehenden Menschen bei einem zu versteuernden Einkommen bei € 52.152 fällig und beträgt 42%. Hier ist ersichtlich, dass ein gut bezahlter Facharbeiter bereits den Spitzensteuersatz zahlt. Damit wird suggeriert, dass sich mehr Menschen als Spitzenverdiener fühlen, auch wenn sie es nicht sind. Als Spitzenverdiener gelten nach dem Deutschen Institut für Wirtschaft das oberste Prozent der Steuerzahler.

Wer ist nun von Armut gefährdet? Von Armut gefährdet sind Menschen, die über weniger als 60% des mittleren Nettoeinkommens verfügen. Es sind allein lebende Menschen, die monatlich über € 942,00 verfügen; es ist ein Erwachsener mit Kind, der über € 1225,00 verfügt und zwei Erwachsene mit zwei Kindern, die über € 1978,00 verfügen.

Prof. Dr. Stefan Sell, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz, sagt in einer Reportage „Abgehängt! Diezemanns Reisen ins arme Deutschland“, dass die unteren 40 % der Bevölkerung von der Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden. Das sind Millionen von Arbeitnehmern wie Verkäuferinnen, Erzieherinnen, Krankenschwester, Pfleger, Fernfahrer. Das sind jene, die knapp oberhalb der Schwelle zur Armutsgrenze liegen. Sie haben deutlich weniger Einkommen als Anfang der 90iger Jahre. Sie werden von der gesellschaftlichen Einkommensentwicklung abgehängt, obwohl sie verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und sich immer mehr abstrampeln und unter Arbeitserdichtung leiden. Die Betrachtung der Einkommensentwicklung seit 1995 bis 2015 zeigt, dass die unteren 40 % der Einkommensbezieher in diesem Zeitraum einen Lohnverlust bis zu 7 % erleiden mussten. Dies hat zur Folge, dass die meisten von den 40% im Alter mit Armut rechnen müssen und jetzt schon unter einem enormen materiellen Stress stehen. Die oberen 60% hingegen konnten für sich einen Lohnzuwachs von bis zu 10 % verbuchen.

Nur, was hat dies für uns als Kirchengewerkschaft zu bedeuten?

In der Kirchengewerkschaft sind kirchliche, diakonische und caritative Mitarbeiter beschäftigt. Viele diese Mitarbeiter arbeiten nicht in den bestbezahlten Berufen. Wir vertreten eine große Anzahl an Mitgliedern, die auf Grund ihres geringen Lohnes - die häufigste Art des Einkommens - zu den unteren 40% der Bevölkerung zählen.

Der DBSH hat den Satz geprägt, dass nicht die durch das soziale Netz fallen dürfen, die es knüpfen. Mit der Lohnentwicklung seit 1995 findet dies jedoch für einen nicht geringen Teil der Beschäftigten des sozialen Sektors statt.

Als Gewerkschaft muss es uns ein Anliegen sein, den Lohn von Erziehern, Pflegern, Verwaltungsangestellten, Hausmeistern etc. so zu verbessern, dass diese nicht mehr von der gesamtgesellschaftlichen Lohnentwicklung abgekoppelt sind.

Nur wie?

Koexistenz und Kooperation statt Konkurrenz

Als Christen und Gewerkschaftler sind wir der festen Überzeugung, dass die Menschheit nicht in allen Bereichen dem Prinzip des Wettbewerbes folgen darf und wir als Gesellschaft umdenken lernen müssen. Das menschliche Miteinander sollte vielmehr davon geprägt sein, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam zu handeln; das heißt, das Handeln an den Prinzipien von Koexistenz und Kooperation auszurichten.

Dies heißt für uns als Kirchengewerkschaft, Kontakte zu anderen Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Berufsverbänden und auch zu den Kirchen mit ihrer Diakonie bzw. Caritas herzustellen. Die letzt genannten sind sowohl Partner in der Gestaltung des Sozialen als auch Dienstgeber und damit Vertreter der Dienstgeberinteressen. – Dies trifft auf die großen Gewerkschaften mit ihren vielen Angestellten natürlich ebenso zu.

Wie können wir Koexistenz und Kooperation gestalten? Der Theologe Martin Buber und der Pädagoge Paulo Freire können uns dazu Impulse geben.

Die Kommunikation mit unseren Gesprächspartnern ist in unseren Augen darauf angewiesen, dass Menschen in einen echten Dialog miteinander eintreten. Für Martin Buber geschieht Begegnung, „wenn alles zurückgelassen wird, was an Vorverständnis mitgebracht wird, wenn alle Reserviertheit aufgegeben wird, wenn man sich auf den anderen einlässt, einen wirklichen Dialog mit ihm führt“. Dies erfordert Offenheit zum Anderen hin. In der Begegnung mit dem Anderen werden sich die Menschen über die eigenen Werte und über die des Anderen bewusst. Auch für den brasilianischen Pädagogen Paulo Freire ist der Mensch ein „Dialogwesen, das mit seinen Mitmenschen über die Umwelt und mit der Umwelt durch den Dialog mit den Mitmenschen vermittelt ist.“ Der Dialog gehört wesentlich zum Menschsein; der Mensch ist nicht nur auf sich selbst bezogen, sondern auf sein Gegenüber, auf die Welt. Darin liegt auch die Fähigkeit des Menschen begründet die veränderbare Welt, in der er sich vorfindet, zu gestalten. Nach Professor Dabisch von der Paulo Freire Kooperation beinhaltet „Dialog (...) ein hohes Maß an Vertrauen in die Umwelt. Dialogisches Verhalten setzt die Subjektwerdung des Menschen voraus. Es beinhaltet die Fähigkeit zur Kompromissbildung und auch die Schwierigkeit, Kritik und unbequeme Fragestellungen auszuhalten. Dialog bedeutet die solidarische Begegnung aller Beteiligten, um die Humanisierung der Welt als menschliche Aufgabe zu definieren“.

Auf dem Weg der Koexistenz und der Kooperation öffnet eine solche Grundhaltung den Blick zum konkreten Anderen hin und zum „thematischen Universum“ (Freire) der Welt; sie unterstützt selbstreflexive und analytische Kompetenz und sie eröffnet Vertrauen. In dieser Grundhaltung werden wir unsere Gesprächspartner weder verschrecken noch überrennen oder als Sündenbock nutzten. Wir würden die gesellschaftlichen Herausforderungen und die zu klärenden Fragen als gemeinsame Angelegenheit aufnehmen und Kompromisse als neue gemeinsame Lösung entdecken.

 LV Hessen - Landesvorstand -

Joachim Heinisch

Burkhard Schops

 

 

 

Ausschreibung – ZUSATZSEMINAR

„Mitarbeitervertretung oder Gewerkschaft - wer ist wofür zuständig?“ Die MAV ist die betriebliche Interessen-vertretung der Mitarbeitenden. Sie soll die sozialen Gefüge des Betriebes, die Interessen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten und überwachen. Sie soll prüfen, ob alle Rechte der Mitarbeiter eingehalten werden.

Die Gewerkschaft ist anders. Sie ist ein Zusammenschluss freier Arbeitnehme-rinnen und Arbeitnehmer und wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Sie ist arbeitgeberunabhängig und kann somit Arbeitsrecht, Tarifrecht/AVR als gleichgestellter Verhandlungspartner gestalten.

Gemäß Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG) und Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO) ist es eine zentrale Aufgabe der Mitarbeitervertretung und der Dienststellenleitung dafür zu sorgen, dass die Vereinigungsfreiheit in der Dienststelle gewahrt bleibt.

Das Grundrecht der Vereinigungsfreiheit nach Artikel 9 Abs. 3 GG (Grundgesetz) hat auch in Kirche und Diakonie seine Gültigkeit.

Gemäß MVG und MAVO hat die MAV die Aufgaben, berufliche, wirtschaftliche und soziale Belange der Mitarbeitenden zu fördern. Das Mitbestimmungsrecht der Mitarbeitervertretung ersetzt jedoch nicht die individualrechtliche Vertretung der Mitarbeitenden durch Fachanwälte oder Gewerkschaften.

Dieses Tagesseminar versucht den MAVen Sicherheiten im Umgang mit der eigenen Aufgabe und dem Recht auf Werbung für Mitarbeiterverbände oder Gewerkschaften zu vermitteln.

Zielgruppe: Erfahrene MAVen, Neueinsteiger, Interessierte sowie Gewerkschaftsmitglieder.

Referent: Klaus-Dirk Wildoer, Bildungsreferent

Termin: 26. September 2017, 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Ort: Tagungszentrum Martinshaus,       Kanalufer 48 in 24768 Rendsburg

Kosten: 167,00 Euro, inkl. Skript und Verpflegung

Anmeldeschluss: 4. September 2017

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine schnelle, kurzfristige Anmeldung hilfreich.

 

Anmeldungen bitte schriftlich an: Geschäftsstelle der Kirchengewerkschaft Glißmannweg 1 in 22457 Hamburg Telefax: (040) 651 11 19 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

oder

Anmeldeformular: HIER BITTE

 

 

 

Am 18. und 19. Juli 2017 trafen sich Vertreter der Bundesvorstände der Kirchengewerkschaft und des Zentralverbandes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der katholischen Kirche Deutschlands e.V. (ZKD) in Köln.

Die Kirchengewerkschaft vertritt die Beschäftigten in der katholischen und evangelischen Kirche mit ihren Einrichtungen in Caritas und Diakonie.

Es ging um einen inhaltlichen Austausch der Arbeitsrechtsregelungen beider großen Kirchen sowie der Caritas und Diakonie. Gleichzeitig wurden die Strukturen der beiden Organisationen differenziert betrachtet und verglichen. Es wurden sowohl Übereinstimmungen als auch Unterschiede festgestellt.

Inhaltlich wurden diskutiert die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen, das Für und Wider des zweiten und dritten Weges sowie individuelle Bedürfnisse kirchlicher Beschäftigter.

Zukünftig wollen beide Organisationen enger zusammenarbeiten, z. B. bei einem gemeinsamen Stand beim Katholikentag 2018 in Münster.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Internetseiten, (ZKD & Kirchengewerkschaft) in unseren Zeitschriften und im Newsletter der Kirchengewerkschaft.

für den ZKD                               Herbert Böhmer

für die Kirchengewerkschaft      Ralf Reschke

 

 


Kontaktdaten der Kirchengewerkschaft