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Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Kirchenglocken spielten die Europahymne

Vom Turm der Tübinger Stiftskirche ist am Sonntag die Europahymne erklungen.

Das Glockenspiel sei eine Unterstützung für die pro-europäische Pulse-of-Europe-Kundgebung auf dem Tübinger Holzmarkt gewesen, teilte der Medienbeauftragte im Kirchenbezirk Tübingen, Pfarrer Andreas Föhl mit. Nach Veranstalterangaben waren am Sonntagnachmittag zwischen 400 und 500 Teilnehmer zu der Demonstration gekommen.

Die neun Glocken wurden vom ersten Organisten der Stiftskirche, Jens Wollenschläger intoniert. Das Glockenspiel gibt es seit Ostern 2014. Die Glocken bilden eine dorische Tonleiter. Spezielle Hämmer schlagen die Töne einzeln an. Das Glockenspiel kann über eine Tastatur gespielt werden.

Der Kundgebung vom Sonntag sollen laut Föhl in den kommenden Wochen jeweils sonntags weitere folgen. Die Teilnehmer setzen sich nach eigenen Angaben für die Bewahrung "eines europäischen Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit" ein.

(Quelle: epd)

Zur Stiftskirche

 

 

 

Unser Landesverband Baden ist dem Bündnis beigetreten:

Bündnisseite NoG20 Baden-Baden

Am 17. und 18. März findet in Baden-Baden das Treffen der Finanzminister*Innen statt, das zur Vorbereitung des G20-Gipfeltreffens am 7. bis 9. Juli in Hamburg dient. Zwanzig Regierungen und Vertreter der globalen Finanzinstitutionen treffen Richtungsentscheidungen, die das Schicksal der Menschen in allen Ländern der Erde betreffen.

Die Finanzminister*Innen treffen sich im Rahmen der G20 seit 1999 zusammen mit den Chefs ihrer nationalen Notenbanken, der Europäischen Zentralbank, der Weltbank, dem Internationalem Währungsfonds und der OECD. Die Treffen sind entstanden als eine Reaktion auf die Krisenprozesse in Asien. Seit der globalen Finanzkrise 2008 werden die Treffen der Finanzminister ergänzt durch Treffen der Präsidenten/ MinisterpräsidentenInnen ihrer Länder.

Die G20-Staaten unterscheiden sich in ihren politischen Systemen und wirtschaftlichen Strategien. Gemeinsam stehen sie jedoch für eine Politik, die auf Wirtschaftswachstum, Profitmaximierung und Konkurrenz ausgerichtet ist, sowie globale Konzerne, große Vermögensbesitzer und Anleger an den Finanzmärkten begünstigt.

Trotz großer Reformziele ist es weder gelungen Banken und Schattenbanken einschneidend zu regulieren, noch Steueroasen aufzulösen, oder Steuerbetrug und Steuervermeidungsstrategien zu unterbinden.

Die G20 stehen für eine Austeritätspolitik, die wirtschaftlich schwächere Länder in die Schuldenfalle treibt und erpresst. Sie stehen für eine Politik der Verarmung, welche die Kosten der Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen auf die Beschäftigten und die Armen abwälzt. Sie stehen für eine Politik der Grenzen, die sie anhand ihrer Verwertungslogik ziehen und bei denen alle auf der Strecke bleiben, die sie als überflüssig betrachten. Die globalen Folgen dieser Politik sind steigende soziale Ungleichheit, Ausgrenzung, Naturzerstörung und Klimawandel, Kriege, Flucht und Verarmung.

Doch es gibt Alternativen!

In Solidarität mit Bewegungen in anderen Ländern wollen wir in Baden-Baden auf die Straße gehen und gemeinsam deutlich machen:

Eine andere Welt ist möglich!

Wir treten für eine solidarische Welt ein, in der es um die Bedürfnisse der Menschen und nicht um den Schutz von Banken und Großinvestoren geht.

Wir rufen als Aktionsbündnis am 17. und 18. März zu Aktionen auf:
Kommt mit nach Baden-Baden um der herrschenden Politik der Ausgrenzung unsere Forderung nach einer solidarischen und friedlichen Welt entgegenzusetzen.

 

Mehr Informationen hier: Aktionsbündnis

 

 

 

Stellungnahme zum Kirchengesetz zur Ergänzung

des Mitarbeitervertretungsgesetzes der EKD (Mitarbeitervertretungsergänzungsgesetz – MVGErgG)

Sehr geehrter Herr Bischof,
sehr geehrtes Präsidium,
sehr geehrte Synodale,

auf Ihrer Synode vom 2. bis 4. März 2017 liegt das sog. MVGErgG zur Beratung und Beschlussfassung vor.

Wir, die Kirchengewerkschaft Landesverband Nord, möchten Ihnen gerne unsere Gedanken und Stellungnahme zu dem Entwurf mitteilen.

Wir, die Kirchengewerkschaft, führen regelmäßig auf unseren Seminaren und in unserer Rechtsabteilung Beratungen für amtierende Mitarbeitervertretungen durch. Aufgrund dieser Erfahrungen haben wir uns das Ihnen vorliegende Gesetz noch einmal kritisch angesehen und möchten wie folgt dazu Stellung beziehen.

Im Grundsatz begrüßen wir die im Entwurf stehenden Veränderungen. Es sind viele Punkte, die wir schon länger für wünschenswert eingefordert haben und sich nun in dem Gesetz wiederfinden.

Es gibt auch einige Punkte, die aus unserer Sicht noch einmal kritisch zu betrachten sind, wo wir Ihnen für die kommende Beratung unsere Auffassung mitteilen möchten.

Kritisch sehen wir im Entwurf den § 6 Abs. 2 (Wählbarkeit). In Abs. 1 wird – und dieses begrüßen wir ausdrücklich – der der Realität entsprechenden Tatsache Rechnung getragen, dass auch Kolleginnen und Kollegen, die nicht einer christlichen Kirche oder einer Gemeinschaft angehören, für die Mitarbeitervertretung wählbar sind.
In Abs. 2 wird dann aber wieder die Möglichkeit aufgehoben, da die Einschränkung für den oder die Vorsitzende/n gegeben ist.

Wir stellen fest, dass es Mitarbeitervertretungen gibt, die gemäß § 6 Abs. 1 ein Gremium in ihren entsprechenden Einrichtungen wählen können aber dann aufgrund von § 6 Abs. 2 keine oder keinen Vorsitzende/n aus ihren Reihen, da die Gewählten – und auch dieses ist heute schon so – kein Mitglied einer Kirche oder Gemeinschaft auf der Ebene der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen sind.

Somit kann nach unserer Auffassung der § 6 Abs. 2 ersatzlos gestrichen werden.

§ 10 Abs. 7:

Hier wird per Kirchengesetz festgelegt, dass der Umfang der Freistellung auf 1,5 Vollzeitbeschäftigte beschränkt ist.

Dieses halten wir für eine nicht zumutbare Einschränkung.

Das Mitarbeitervertretungsgesetz geht in seinen Grundsätzen davon aus, dass entsprechend notwendige Zeit für die Mitarbeitervertretung durch den Arbeitgeber freigestellt werden muss.

Liebe Synodale, sehr geehrte Kirchenleitung, wir würden anempfehlen, hier eine Regelung zu finden, dass der Gesamtausschuss bei und für jede Legislaturperiode eine Vereinbarung mit der Kirchenleitung über den jeweiligen Umfang der Freistellung im Rahmen einer Dienstvereinbarung gemäß § 20 Abs. 1 MVG.EKD trifft.

§ 11 Abs. 2:

Nach unserer Auffassung hat die Mitarbeitervertretung gemäß § 35 Abs. 1 MVG.EKD die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitarbeitenden zu fördern. Des Weiteren ist im einschlägigen § 35 geregelt, dass die Mitarbeitervertretung aus rechtlicher Sicht ein Kontrollorgan hinsichtlich der arbeits-, sozial- und dienstrechtlichen Bestimmungen ist.

Im gesamten Mitarbeitervertretungsgesetz der EKD ist unter der Aufgabenstellung für eine Mitarbeitervertretung kein Hinweis auf die aktive und notwendige Beteiligung an einer Arbeitsrechtlichen Kommission zu lesen, wohingegen in § 55 Abs. 2 es den Hinweis auf eine mögliche Beteiligung gibt.

Nach unserer Auffassung hat sich hier die Rechtsprechung dahingehend geändert, dass die Besetzung einer Arbeitsrechtlichen Kommission ausschließlich Aufgabe von sog. Sozialpartnern ist.

Die Definition der Sozialpartner – und hier erlauben Sie uns den Hinweis – wurde ja ausgiebig in der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 20.11.2012, 1 AZR 179/11 begründet.

Unter der Voraussetzung, dass es Arbeitsrechtliche Kommissionen gibt, sind die zu besetzenden Stellen über Sozialpartner zu besetzen, die von freigewählter Mitwirkung Einzelner bestimmt sind.

Das heißt nach unserer Auslegung des BAG-Urteils, dass, wenn es denn eine ARK gibt, diese nur von Sozialpartnern wie Gewerkschaften und Verbänden besetzt werden kann, die gemäß ihren Satzungen freie, auf Dauer angelegte und vom Wechsel der Mitglieder unabhängige Zusammenschlüsse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, deren Zweck insbesondere in der Wahrung und Förderung der beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange ihrer Mitglieder besteht.
Soweit das BAG.

Dieses ist bei der Umsetzung des Mitarbeitervertetungsgesetzes und der Aufgaben der Mitarbeitervertretung in keinster Weise zu sehen.
So haben wir gewerkschaftlilcherseits äusserst schwere Bedenken gegen diese Formulierung.

Wir möchten Sie höflich bitten und auffordern, einer Mitarbeitervertretung -und hier dem Gesamtausschuss - per Gesetz keine Aufgaben zu übertragen, die nicht den ursächlichen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Sehr geehrte Kirchenleitung, sehr geehrte Synodale, wir möchten Sie bitten, diese Anregungen und Bedenken bei Ihrer Beratung zu berücksichtigen.

Gerne stehen wir Ihnen auch kurzfristig im Foyer für weitere Informationen und Diskussionen zur Verfügung.

Für den Landesvorstand Nord

Ursula Einsiedler,  Vorsitzende     

Hubert Baalmann,  Dipl. Jurist Arbeits-, Wirtschaft- und Sozialrecht
Gewerkschaftssekretär

 

 

 

Guten Morgen zusammen,

hier gibt es wieder was neues von der Kirchengewerkschaft.

Es gibt noch einige wenige Plätze für unsere Seminare im März 2017.

Über eine Anmeldung freuen wir uns dann sehr.

Noch einige wenige Plätze frei:

Einführung und Anwendung des KAT

Der KAT ist im Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland für die Mitarbeitervertretung das tägliche Brot. In diesem Seminar geht es um den Aufbau, die Struktur sowie den Handlungsspielraum und die individuellen Möglichkeiten im Rahmen des Mitarbeitervertretungsgesetzes.

Referent: Klaus-Dirk Wildoer, Dipl.-Sozialpädagoge und Bildungsreferent der Kirchengewerkschaft

Ort: Tagungszentrum Martinshaus, Kanalufer 48, 24768 Rendsburg www.diakonie-sh.de

Kosten: 153,00 Euro, inkl. Skript und Verpflegung

Termin: 15. März 2017, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

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Eingruppierung

Mitarbeitervertretungen bekommen Anträge zur Mitbestimmung, zur Überprüfung, zur Bewertung von Kolleginnen und Kollegen bei Eingruppierungen entsprechend ihrer Arbeitsvertragsrichtlinien oder Tarifverträge.

Inhalte des Seminars werden sein:

Stellenbewertung, Aufbau, Strukturen, Spielräume und Grenzen der jeweiligen Eingruppierungsordnungen Praxisbeispiele Erfahrungsaustausch

Referentin: Silvia Schmidbauer, Syndikusanwältin der Kirchengewerkschaft

Ort: RAMADA Hotel Hamburg City Center, Amsinckstraße 39, 20097 Hamburg www.h-hotels.com 

Kosten: 194,00 Euro, inkl. Skript und Verpflegung

Termin: 23. März 2017, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

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Von der Einstellung bis zur Kündigung

Das tägliche Geschäft ist die Mitbestimmung in Gänze und im eingeschränkten Bereich.

In dem Seminar werden wir vertieft auf folgende Inhalte eingehen:

Mitbestimmung eingeschränkte Mitbestimmung Mitberatung gesetzliche Grundlagen

Referent: Klaus-Dirk Wildoer, Dipl.-Sozialpädagoge und Bildungsreferent der Kirchengewerkschaft

Ort: Farchauer Mühle, Farchauer Mühle 6, 23909 Ratzeburg/Farchau www.farchauer-muehle.de 

Kosten: 370,00 Euro, inkl. Skript, Verpflegung und Übernachtung

Termin: 28. März 2017, 13.00 Uhr bis 29. März 2017, 16.00 Uhr

 

Anmelden hier: Seminaranmeldung

 

 

Warum Gewerkschaft sehr wohl „cool" ist und ich mich engagiere!

Alle beschweren sich über die soziale Ungleichheit, die steigende Ungerechtig-keit und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich.

Etliche Studien belegen, dass Einkommen und Vermögen seit Jahren immer ungleicher verteilt sind.

In der Tat ist es so, dass sich der Staat hier Versäumnisse zuschreiben muss.

Weshalb werden nicht für Vermögende und Bestverdiener die Steuern erhöht?

Weshalb werden Einkommen höher besteuert als zum Beispiel Kapitalerträge?

Seit Jahren steigen die Löhne der Beschäftigten in Deutschland deutlich langsamer als die Gewinne der Unter-nehmen und die Einkommen aus Vermögen.

Leider haben wir Arbeitnehmer auch unseren Beitrag zur wachsenden Ungleichheit geleistet.

Denn wir haben die Möglichkeit, uns in Gewerkschaften zu organisieren und höhere Löhne und bessere Arbeits-bedingungen durchzusetzen!

Doch wir machen (noch) zu wenig davon Gebrauch.

Für viele Arbeitnehmer scheint Gewerkschaft „uncool" zu sein. Der Organisationsgrad wird immer geringer. Alle kämpfen für sich alleine. Der gemeinsame Kampf um eine gerechte Verteilung des Volkseinkommens wird vernachlässigt.

Auch hierdurch wurde die Ungleichheit befördert.

Dieser ungesunden Entwicklung, die auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gefährdet und den Populismus stärkt, müssen wir gemeinsam die Stirn bieten.

Gewerkschaft war, ist und bleibt „cool", weil wir für soziale Gerechtigkeit kämpfen!

 

Ohne Dich sind wir eine*r zu wenig!

Mitglied kannst Du das hier werden: Hier

 

 

Silvia Schmidbauer

Syndikusrechtsanwältin der Kirchengewerkschaft und Mitglied der Tarifkommission

 

 

 


Kontaktdaten der Kirchengewerkschaft