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Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Weiterhin unterschiedliche Entgelterhöhung in der Diakonie Hessen

Die Weiterentwicklung der neuen Arbeitsvertragsrichtlinien ruht.

Die Laufzeit für die letzten Entgeltverhandlungen der Diakonie Hessen lief zum 31. März 2019 aus. Diese sollten die letzten getrennten Entgelterhöhungen in der nunmehr aus den ehemaligen Diakonischen Werken von Hessen und Nassau und von Kurhessen-Waldeck geeinten Diakonie Hessen sein.

In der Diakonie Hessen gelten zur Zeit zwei unterschiedliche Arbeitsrechte, und zwar die Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) der ehemaligen Diakonischen Werke von Hessen und Nassau und von Kurhessen-Waldeck. Die neue Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) der Diakonie Hessen erarbeitet zur Zeit ein neues gemeinsames Arbeitsrecht für die Diakonie Hessen.

Seit Februar 2019 bemüht man sich in der ARK der Diakonie Hessen um neue Entgeltverhandlungen. Der Verband kirchlicher Mitarbeiter Hessen und Nassau (VKM) und die Kirchengewerkschaft einigten sich auf eine gemeinsame Forderung, mit der sie in die Entgeltverhandlungen einstiegen. Diese Forderung beinhaltet eine für alle Mitarbeiter gleich hohe Entgelterhöhung, 30 Tage Urlaub und die 39 Stunden-Woche für alle Mitarbeitenden bei einer Laufzeit bis Ende 2020.

Die Arbeitgeber konnten dieser Forderung nicht folgen. Sie sehen für die Mitarbeitenden des ehemaligen Diakonischen Werkes von Kurhessen-Waldeck für dieses Jahr keine Möglichkeit für eine Entgelterhöhung. Für die Kollegen auf dem Gebiet von Hessen und Nassau sehen sie die Möglichkeit für eine geringe prozentuale Entgelterhöhung in diesem Jahr und eine weitere geringe Entgelterhöhung für nächstes Jahr.

Da sich die Verhandlungspartner in der dritten Verhandlungsrunde nicht weiter annähern konnten, haben der VKM und die Kirchengewerkschaft die Verhandlung am 16.05.2019 abgebrochen. Sollte man sich in den folgenden Sitzungen nicht einigen können, wird ein Schlichtungsverfahren die Folge sein.

Ein weiterer Schritt der Arbeitnehmerseite war die Erklärung, alle Arbeitsgruppen zur Erarbeitung einer neuen AVR für die Diakonie Hessen bis zu einer Einigung in der Entgeltfrage ruhen zu lassen. Wenn in der kommenden Sitzung am 27.06.2019 keine Einigung erzielt wird, dann hat dieser Schritt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass in diesem Jahr die Arbeit an der neuer AVR nicht beendet werden wird. Dies ist jedoch ein großer Wunsch der Arbeitgeberseite.

Die von den Arbeitgebern geplanten Entgelterhöhungen für die Diakonie Hessen sind vergleichsweise geringer als jene anderer Verbände und als jene des öffentlichen Dienstes. In Folge würde ein Beschäftigungsverhältnis in der Diakonie Hessen für die Arbeitnehmer immer uninteressanter werden.

Wir erwarten den nächsten Verhandlungsschritt am 27.06.2019, der hoffentlich zu einer Einigung führen wird und das gemeinsame Arbeiten an der neuen AVR für die Diakonie Hessen ermöglicht.

Mit freundlichen Grüßen

Burkhard Schops Vorsitzender LV Hessen 

 

 

 

Bericht von der Sitzung der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission
vom 9. Mai 2019

Tarifabschluss für Beschäftigte nach TV-L

ADK-Info 1/2019 - Niedersachsen

 

 

 

Maria 2.0 - (K)ein Thema für das Arbeitsrecht?!

Und es gibt ihn doch, den Streik in der Kirche!

In der Woche vom 12. Mai bis zum 18. Mai ruft die Initiative „Maria 2.0“ alle katholischen Frauen auf, zu streiken, das heißt aus den Kirchen draußen zu bleiben und auch die Ehrenämter ruhen zu lassen. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Frauen der Pfarrei Heilig-Kreuz in Münster.

Anlass des offenen Briefes an den Papst und die Synode der Bischöfe ist der Sondergipfel zum Thema der sexualisierten Gewalt in der Kirche.

Dieser Brief kann bis Samstag im Internet unterschrieben werden

https://weact.campact.de/petitions/offener-brief-an-papst-franziskus-aus-anlass-des-sondergipfels-uber-missbrauch-in-der-kirche

Am Sonntag fand in vielen Städten als Zeichen der Solidarität ein Gottesdienst der Frauen unter freiem Himmel statt.

In Baden-Baden kamen mehr als 100 Menschen zusammen um die Anliegen der Frauen, die Gleichstellung der Frauen in allen kirchlichen Ämtern und die Abschaffung des Pfichtzölibats, die uneingeschränkte Kooperation mit weltlichen Behörden bei Missbrauch, zu unterstützen und ihre Solidarität zu zeigen.

In Baden-Baden stand der Gottesdienst unter dem Motto: „Maria von ihrem Sockel holen“

Maria als Mutter Gottes habe ihren Platz in der Mitte der Frauen und sie sei nicht stumm sondern mutig, so die Sprecherinnen der Seelsorgeeinheit in Baden-Baden.

Die Kirchengewerkschaft erklärt ihre Solidarität mit der Initiative Maria 2.0

 

 

 

1. Mai 2019

Am 1. Mai 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des 8-Stunden-Tags zum Generalstreik auf. Dies war in Anlehnung an die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien, welche ebenfalls den 8-Stunden-Tag forderten. Somit ist heute, 133 Jahre später, der 1. Mai noch immer der Tag der Arbeiterbewegung.

Die Zeiten in der Arbeiterbewegung haben sich verändert. Die Arbeitsbedingungen sind auch nach Einschätzung des Bundesvorstandes der Kirchengewerkschaft in vielen Bereichen noch nicht an dem Punkt, den wir uns vorstellen. So stehen uns neue Herausforderungen in der Arbeitswelt zum internationalen Tag der Arbeit bevor. Es geht um Menschen-würde, es geht um Mitbestimmung und es geht um Nachhaltigkeit.

Der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft erklärt, dass Arbeit untrennbar zur Würde des Menschen gehört. Die Arbeit muss dazu führen, dass sich hiervon Menschen und Familien ernähren können.

In vielen prekären Arbeitssituationen, insbesondere auch in nichttarifgebundenen kirchlichen, diakonischen und caritativen Einrichtungen, erleben wir sehr häufig, dass ergänzende Hilfe beim Staat beantragt werden muss. 

Hierzu fordert die Kirchengewerkschaft die diakonischen, caritativen und kirchlichen

Arbeitgeber auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeitenden von ihrem Entgelt ihre Familien ernähren können.

Die Digitalisierung der Wirtschaft führt zu prekären Arbeitsverhältnissen. Nach statistischen Angaben sind weltweit 60 % im informellen Sektor beschäftigt. Diese Beschäftigungsverhältnisse sind ohne soziale Absicherung, ohne Arbeitsrechte und dieses bei schlechter Entlohnung.

Die Kirchengewerkschaft fordert:

Arbeit für alle und existenzsichernde Löhne, insbesondere in der digitalen Arbeitswelt.

100 Jahre Internationale Arbeitsorganisation (ILO) haben weltweit nicht dafür gesorgt, dass soziale und Arbeitsrechte für alle gleich gelten.

Millionen Arbeitnehmerinnen werden grundlegende Arbeits- und Menschenrechte verwehrt. Arbeitnehmerinnen werden gehindert, Betriebsräte zu gründen und sich zu organisieren. Auch dieses passiert im Jahre 2019 auch in Deutschland, so stellt der Bundesvorstand der Kirchen-gewerkschaft fest.

Der Bundesvorstand fordert die Umsetzung der Mitbestimmungsrechte in den Einrichtungen, ob in der freien Wirtschaft, ob in der Kirche, Diakonie und Caritas.

Menschenwürdiges Arbeiten bedeutet gesunde Arbeitsbedingungen und eine Arbeit, die keine gesundheitlichen Schäden und gar den Tod zu Folge hat.

Der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft stellt hierzu fest, dass die psychischen Belastungen, der Arbeitsdruck und die Gefährdung durch extreme Stresssituationen in vielen kirchlichen, diakonischen und caritativen Einrichtungen zu Gesundheitsstörungen führen, die nach Auffassung des Bundesvorstandes sofort abgestellt und abgeändert werden müssen.

Die Arbeitgeberfürsorge steht nach Angaben des Bundesvorstandes mit an erster Stelle sowie das existenzsichernde Grundeinkommen.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kirche, Diakonie und Caritas haben ein Recht auf Menschenwürde und betriebliche Mitbestimmung sowie gewerkschaftliche Arbeit in ihren Dienststellen.

Für den Bundesvorstand

Ralf Reschke Bundesvorsitzender

 

 

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Kirchliches Arbeitsrecht unter Druck
Von Brigitte Lehnhoff

Kirchen dürfen von Stellenbewerbern nicht pauschal eine Religionszugehörigkeit verlangen. Das entschied vor einem Jahr der Europäische Gerichtshof. Kritiker sehen sich durch dieses und andere höchstrichterliche Urteile bestätigt. Sie halten den Sonderweg der christlichen Kirchen im Arbeitsrecht für überholt, weltfremd und diskriminierend. Tatsächlich ist aber längst ein Wandel im Gange, vor allem in den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden. Dort sieht man die Öffnung des Arbeitsrechts als Chance, sich weiterzuentwickeln. Klassische Fragen müssten dann neu beantwortet werden. Zum Beispiel: Was heißt Loyalität gegenüber einem kirchlichen Arbeitgeber?   

Den podcast vom NDR:

Kirchliches Arbeitsrecht unter Druck

 

 

 


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