Logo der Kirchengewerkschaft

Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Die Gehälter in der Diakonie steigen zum 1. Juli um 2,7 Prozent.

Die Gehälter in der Diakonie steigen zum 1. Juli um 2,7 Prozent. Dies hat der Schlichter der Lohnverhandlungen festgelegt, wie der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Die Gehaltserhöhung wird für rund 150.000 Diakoniebeschäftigte unmittelbar wirksam. Für weitere 350.000 Beschäftigte in Einrichtungen der evangelischen Wohlfahrt, deren Löhne auf regionaler Ebene verhandelt werden, hat er Signalwirkung.

Nach Angaben des Dienstgeberverbandes waren die Löhne und Gehälter bereits zum 1. August 2016 um 2,6 Prozent gestiegen. Diakoniebetriebe, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind, dürfen vom Tarifabschluss nach unten abweichen. Für die Altenhilfe, Rehabilitation und Jugendhilfe sieht der Schlichterspruch eine Erhöhung erst zum 1. September vor.

In Zukunft werden nicht mehr allein die Arbeitgeber Beiträge in die kirchliche Zusatzversorgung einzahlen. Der Schlichterspruch sieht für die Altersvorsorge eine Eigenbeteiligung der Mitarbeiter vor: Anteile, die über 4,5 Prozent des Beitrages liegen, sind nun jeweils zur Hälfte von Dienstgebern und Dienstnehmern zu tragen. Beim aktuellen Beitragsstand von 4,8 Prozent bedeutet dies eine Eigenbeteiligung der Beschäftigten von derzeit 0,15 Prozent.

Der Schlichterspruch war notwendig geworden, weil sich die Vertreter der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber in der sogenannten Arbeitsrechtlichen Kommission in den monatelangen Verhandlungen nicht einigen konnten. (epd)

 

Die Geschichte dahinter:

Zum ersten Mal in der Geschichte der ARK-DD wurde ein Abschluss im Schlichtungsverfahren getätigt, bei dem die Arbeitnehmerseite nicht zugegen war, so dass die Stimme des Schlichters entscheidend war. Dabei kam ein Ergebnis heraus, dass die Arbeitgeber als gerade noch erträglich bis an die Schmerzgrenze und teilweise darüber hinaus bezeichnen. Als Arbeitnehmer wird man sagen müssen: Besser als nichts - aber!

In kurzen Worten:
es gibt 2,7% mehr Lohn frühestens ab dem 01.04.17 (durch DV, sonst 01.07.17) spätestens 01.09.17 (in der Altenpflege, Rehabilitation, Jugendhilfe, Ambulante Dienste und Beratungsstellen, durch DV auch drei Monate früher möglich)
Dafür beteiligen sich die Arbeitnehmer ab 01.07.17 an der Zusatzversorgung mit der Hälfte des 4,5% übersteigenden Beitragssatzes (derzeitiger Beitragssatz ist 4,8%, also Eigenbeteiligung: 0,15%)

Für die Ärzte werden die Tarifabschlüsse für kommunale Krankenhäuser übernommen, d.h. Erhöhung des Tabellenentgeltes um 2,3% ab 01.01.17 und 2,7% ab 01.09.17 und entsprechende Erhöhungen der Bereitschaftsdienstentgelte.

 

 

Änderungen im Erziehungsdienst und Friedhofsdienst des KAT

Der Änderungstarifvertrag Nr. 10 zum KAT liegt nun unterschriftsreif vor. Die Aufwertung des Erziehungsdienstes im KAT ist gelungen. Im Übrigen wurden noch einige Änderungen im Bereich des Friedhofsdienstes vereinbart.

Folgende Verbesserungen konnten erreicht werden (Abt. 3 -Erziehungsdienst) ab 1. April 2017

- alle Arbeitnehmerinnen der Entgeltgruppen    K 4 – K 11 erhalten eine Zulage in Höhe von    50,00 Euro

- Heilpädagoginnen und Leitungen einer Kita mit mindestens 10 Gruppen (K 11) bekommen nach 18 Jahren Erfahrungszeit eine monatliche Zulage in Höhe von 176,00 Euro.    Bisher erhielten diese Zulage nach Vorbemerkung 3 nur Kindertagesstättenleitungen    in den Entgeltgruppen K 7 – K 10

ab 1. Juli 2017

- Arbeitnehmerinnen in den Entgeltgruppen    K 7 – K 11 erhalten eine weitere Zulage in Höhe von 50,00 Euro auf insgesamt 100,00    Euro.

Ab dem 1. Oktober 2017 ändert sich für einige Kitaleitungen die Eingruppierung bzw. die Zuweisung der Protokollnotiz 1. (Protokollnotiz 1 beinhaltet die Zulage in Höhe der Hälfte des Unterschiedsbetrages zwischen der entsprechenden Stufe der Entgeltgruppe und der gleichen Stufe der nächst höheren Entgeltgruppe).

Neben den oben beschriebenen Zulagen erhält die

- Kitaleitung mit mindestens 2 Gruppen Protokollnotiz Nr. 1 -  Kitaleitung mit mindestens 4 Gruppen    Protokollnotiz Nr. 1

- Kitaleitung mit mindesten 5 Gruppen wird höhergruppiert in K 10

- Kitaleitung mit mindestens 7 Gruppen erhält ebenso Protokollnotiz Nr. 1.

Besonderheiten innerhalb der Grenzen Hamburgs. Die in Schleswig-Holstein zeitlich gestaffelten Änderungen werden in Hamburg bereits am 1. Januar 2017 wirksam.

Die oben bezeichneten Zulagen und Neueingruppierungen gelten dann bereits ab dem 1. Januar 2017.

Außerdem bestimmt die neue Protokollnotiz Nr. 3 zur Entgeltordnung, dass Arbeitnehmerinnen, die überwiegend in einer Kindertagesstätte innerhalb der Grenzen Hamburgs tätig sind, ein um jeweils eine Stufe höheres Entgelt vorweg gewährt wird. Zudem wird nach 18 Jahren Erfahrungszeit ein um 3 % gegenüber der 5. Entgeltstufe erhöhtes Entgelt gewährt.

 

Als eine weitere wichtige Änderung nicht nur für den Bereich des Erziehungsdienstes wird ein neuer Absatz in § 14 eingefügt.

Diese Vorschrift ist auf alle Mitarbeiterinnen im KAT-Bereich anzuwenden. § 14 Abs. 3 a ermöglicht dem Anstellungsträger zur Deckung des Personalbedarfs oder zur Bindung von qualifizierten Fachkräften, ein bis zwei Stufen ganz oder teilweise vorweg zu gewähren.

Im Übrigen können die Kolleginnen und Kollegen in der Entgeltstufe 5 bis zu 15 % der Stufe 2 zusätzlich erhalten.

Diese Vorschrift ist nicht ganz unproblematisch, da sie als Kann-Vorschrift ausgestaltet wurde. Dennoch wird hier die bisher nicht vorgesehene Möglichkeit einer höheren Entlohnung normiert.

Die Kolleginnen und Kollegen sollten hier ihre Anstellungsträger auf die Neuerung hinweisen und ggf. Stufenerhöhungen beantragen.

Änderung im Friedhofsdienst (Abt. 4):

- Es gibt eine neue Definition der Leitungsfunktion:

Der Begriff des Wirtschaftsbetriebs fällt weg und wird durch die Leitung ersetzt. Es gibt dann einen Aufgabenkatalog, der für die Leitung erfüllt sein muss. Zu diesem Aufgabenkatalog gehört dann:

- Aufstellung des Wirtschafts-/Haushaltsplans - Aufstellung der prüffähigen Jahresrechnung mit Gewinn- und Verlustrechnung

- Erstellung der Kostenrechnung und Wirtschaftlichkeitsvergleiche

- und Berechnung der Nutzungsentgelte und Entgelte.

 

Außerdem wird der Begriff angelegte Fläche wie folgt erläutert:

Angelegte Fläche ist die Fläche, die nicht Erweiterungsland ist und durch eine Wegeführung erschlossen und bewirtschaftet wird.

Im Übrigen wurde eine Eingruppierungsalternative geschaffen, für die Fälle, in denen die Arbeitnehmer auch eine Leitungsfunktion auf dem Friedhof wahrnehmen, ohne aber die obigen Voraussetzungen (Aufgabenkatalog) zu erfüllen.

Die Arbeitnehmerin nimmt dann zwar auch eine Leitungsfunktion auf dem Friedhof wahr, die aber nicht ganz der oben bezeichneten

Leitung entspricht.

Die Arbeitnehmer müssen die organisatorische Verantwortung tragen und es muss Weisungsbefugnis gegenüber mindestens einer Arbeitnehmerin bestehen.

In der Änderungsfassung wurde nur mit uns, der Kirchengewerkschaft, im Übrigen noch eine weitere Entgeltgruppe, die K 13, eingeführt.

Erforderlich ist hier die Leitung eines oder mehrerer Friedhöfe mit mindestens 40 Hektar angelegter Fläche.

Wir gehen davon aus, dass in den betreffenden Fällen unsere Fassung Anwendung findet.

Wir sind der Auffassung, dass wir mit den Änderungen sehr zufrieden sein können.

Wir bleiben dran, weitere Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen zu erreichen.

 

 

Silvia Schmidbauer  

Syndikusrechtsanwältin der Kirchengewerkschaft und Mitglied der Tarifkommission LV Nord

Ohne Dich sind wir eine*r zu wenig!

 

 

             

 

Diakonie Sachsen

Gehälter steigen um 7,2 Prozent

RADEBEUL - Die ersten 1,5 Prozent erhalten die Mitarbeiter der Diakonie Sachsen ab Juni 2017. Im Dezember gibt es eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent. Die nächsten Erhöhungsschritte erfolgen wertlgleich jeweils ein Jahr später, wie die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) mitteilt.

Mitarbeiter müssen mit vorsorgen

Ab 2019 müssen sich die Beschäftigten an den monatlichen Beiträgen für ihre betriebliche Altersvorsorge beteiligen. In welchem Umfang steht noch nicht fest.

Neben den Tabellenentgelten werden auch die Zulagen und Zuschläge sowie die Vergütung der Auszubildenden um insgesamt 7,2 Prozent angehoben. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2019.

Tragfähiger Kompromiss

Der Abschluss stelle zwar eine hohe betriebswirtschaftliche Belastung für die Arbeitgeber dar, so Vorstand Christian Schönefeld. Aber die Einkommenszuwächse zeigten auch, dass die diakonischen Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden wertschätzten. "Zugleich hilft es uns selbstverständlich dabei, Fachkräfte zu binden", sagt Schönefeld. Jek

So hat WOHLFAHRT intern groß die Tabellenerhöhungen der Diakonie Sachsen aufgemacht. Schaut hier: wohlfahrtintern

Sieht man sich allerdings die Ausgangstabelle an, so wird man ohne große mathematische Kenntnisse leicht erkennen, dass bisher in der Diakonie Sachsen allein in den ersten drei Entgeltgruppen die Tabellenwerte 200,- bis 300,- Euro niedriger waren als in der auch schon niedrigen Tabelle der AVR-DD.

Auch mit den 7,2 Prozent Erhöhungen innerhalb von zwei Jahren wird immer noch nicht das niedrige Niveau der AVR-DD erreicht, ganz zu schweigen von der noch auszuhandelnden Beteiligung der Mitarbeitenden an der betrieblichen Zusatzversorgung.

(Wolfgang Lenssen, Bundesvorstand)

 

 

Kirchenglocken spielten die Europahymne

Vom Turm der Tübinger Stiftskirche ist am Sonntag die Europahymne erklungen.

Das Glockenspiel sei eine Unterstützung für die pro-europäische Pulse-of-Europe-Kundgebung auf dem Tübinger Holzmarkt gewesen, teilte der Medienbeauftragte im Kirchenbezirk Tübingen, Pfarrer Andreas Föhl mit. Nach Veranstalterangaben waren am Sonntagnachmittag zwischen 400 und 500 Teilnehmer zu der Demonstration gekommen.

Die neun Glocken wurden vom ersten Organisten der Stiftskirche, Jens Wollenschläger intoniert. Das Glockenspiel gibt es seit Ostern 2014. Die Glocken bilden eine dorische Tonleiter. Spezielle Hämmer schlagen die Töne einzeln an. Das Glockenspiel kann über eine Tastatur gespielt werden.

Der Kundgebung vom Sonntag sollen laut Föhl in den kommenden Wochen jeweils sonntags weitere folgen. Die Teilnehmer setzen sich nach eigenen Angaben für die Bewahrung "eines europäischen Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit" ein.

(Quelle: epd)

Zur Stiftskirche

 

 

 

Unser Landesverband Baden ist dem Bündnis beigetreten:

Bündnisseite NoG20 Baden-Baden

Am 17. und 18. März findet in Baden-Baden das Treffen der Finanzminister*Innen statt, das zur Vorbereitung des G20-Gipfeltreffens am 7. bis 9. Juli in Hamburg dient. Zwanzig Regierungen und Vertreter der globalen Finanzinstitutionen treffen Richtungsentscheidungen, die das Schicksal der Menschen in allen Ländern der Erde betreffen.

Die Finanzminister*Innen treffen sich im Rahmen der G20 seit 1999 zusammen mit den Chefs ihrer nationalen Notenbanken, der Europäischen Zentralbank, der Weltbank, dem Internationalem Währungsfonds und der OECD. Die Treffen sind entstanden als eine Reaktion auf die Krisenprozesse in Asien. Seit der globalen Finanzkrise 2008 werden die Treffen der Finanzminister ergänzt durch Treffen der Präsidenten/ MinisterpräsidentenInnen ihrer Länder.

Die G20-Staaten unterscheiden sich in ihren politischen Systemen und wirtschaftlichen Strategien. Gemeinsam stehen sie jedoch für eine Politik, die auf Wirtschaftswachstum, Profitmaximierung und Konkurrenz ausgerichtet ist, sowie globale Konzerne, große Vermögensbesitzer und Anleger an den Finanzmärkten begünstigt.

Trotz großer Reformziele ist es weder gelungen Banken und Schattenbanken einschneidend zu regulieren, noch Steueroasen aufzulösen, oder Steuerbetrug und Steuervermeidungsstrategien zu unterbinden.

Die G20 stehen für eine Austeritätspolitik, die wirtschaftlich schwächere Länder in die Schuldenfalle treibt und erpresst. Sie stehen für eine Politik der Verarmung, welche die Kosten der Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen auf die Beschäftigten und die Armen abwälzt. Sie stehen für eine Politik der Grenzen, die sie anhand ihrer Verwertungslogik ziehen und bei denen alle auf der Strecke bleiben, die sie als überflüssig betrachten. Die globalen Folgen dieser Politik sind steigende soziale Ungleichheit, Ausgrenzung, Naturzerstörung und Klimawandel, Kriege, Flucht und Verarmung.

Doch es gibt Alternativen!

In Solidarität mit Bewegungen in anderen Ländern wollen wir in Baden-Baden auf die Straße gehen und gemeinsam deutlich machen:

Eine andere Welt ist möglich!

Wir treten für eine solidarische Welt ein, in der es um die Bedürfnisse der Menschen und nicht um den Schutz von Banken und Großinvestoren geht.

Wir rufen als Aktionsbündnis am 17. und 18. März zu Aktionen auf:
Kommt mit nach Baden-Baden um der herrschenden Politik der Ausgrenzung unsere Forderung nach einer solidarischen und friedlichen Welt entgegenzusetzen.

 

Mehr Informationen hier: Aktionsbündnis

 

 


Kontaktdaten der Kirchengewerkschaft