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Kindergärtnerin mit Kindern

„Dein Lohn soll nicht nur dienen sein.“ Mitarbeitende in Kirche, Diakonie und Caritas sind Teil unserer Gesellschaft wie jeder andere Bürger auch. Die Kirchengewerkschaft setzt sich dafür ein, dass sie rechtlich und finanziell den nichtkirchlichen Mitarbeitenden gleichgestellt und nicht länger in einer völlig unzeitgemäßen Abhängigkeit gehalten werden.

Foto: iStockphoto/kate_sept2004


Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Katholikentag Leipzig

Katholikentag Leipzig

2016 feiert der Deutsche Katholikentag Jubiläum: Zum 100. Mal treffen sich dann Christinnen und Christen aus ganz Deutschland, um gemeinsam zu beten, zu feiern und zu diskutieren.

„Seht, da ist der Mensch" lautet dabei die zentrale Botschaft – eine Einladung an alle, gemeinsam neu sehen zu lernen, vom Menschen her und auf den Menschen hin. Ganz in der Tradition seiner 99 Vorgänger wird der Jubiläumskatholikentag Zukunftsthemen wie die Solidarität und das Miteinander von Menschen aufgreifen. Themen wie Migration, Menschenrechte, Grenzen des Wachstums und der Technik und Wissenschaft, Armut und Familie werden in den Fokus rücken. Aber auch die Zukunft von Kirche und Gemeinden, Globalisierung
und Klimagerechtigkeit stehen ganz oben auf der Agenda des 100. Katholikentags.
Dabei gilt es, neue Perspektiven einzunehmen und neue Wege zu gehen.

Wir die Kirchengewerkschaft sind auch Vorort.

Sie finden uns vom

26.05.2016 bis 28.05.2016 auf der Kirchenmeile BV 010 Bürderstr.

 

 

Internationaler Tag der Pflege 2016

Internationaler Tag der Pflege 2016

Am 12. Mai 1820 wurde Florence Nightingale geboren. Sie war eine britische Krankenschwester. Die
Tochter einer wohlhabenden britischen Familie galt als Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag – also dem 12. Mai – wird ihr zu Ehren der internationale Tag der Krankenpflege begangen.

Die seinerzeit, vor 196 Jahren, engagierte Krankenschwester würde auch heute noch mit den aktuellen Maßstäben als Pionierin einer anderen modernen Krankenpflege gelten können.

Die Kirchengewerkschaft hat sich mit ihrer Berufsgruppe Pflegedienst in der letzten Zeit intensiver mit der Pflege beschäftigt. Hierbei waren schwerpunktmäßig die ambulante und stationäre Pflege auf einem kritischen Prüfstand. Die Kolleginnen und Kollegen sind sich einig, dass heute bei kritischer Betrachtung keiner
bestreiten kann, dass die pflegerische Versorgungssituation sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Einrichtung und die Patientensicherheit nicht mehr umfänglich voll gewährleistet ist. Dieses impliziert eine Rationalisierung von Pflege.

Die konfessionsgebundenen sowie die nicht konfessionsgebundenen Einrichtungen erheben einen hohen Standard und eine Leitbilddiskussion zum Wohl der Patienten. Dieses geht aber, so die Einschätzung der Kirchengewerkschaft, zulasten der Beschäftigten. Das Zeitliche und Organisatorische im Bereich der Pflege hat mittlerweile einen entsprechenden Aufwand und nimmt Zeit in Anspruch, die bei der Pflege am Patienten, am Menschen definitiv fehlt.

Die Kolleginnen und Kollegen der Kirchengewerkschaft fordern eine verbesserte Pflegesituation in Krankenhäusern und ambulanten Einrichtungen.

So fordert die Berufsgruppe Pflegedienst das Bundesministerium für Gesundheit auf, eine nachhaltige Verbesserung der Pflegesituation zu schaffen.

Nach Auffassung der Kirchengewerkschaft sollte bzw. muss ein Pflegepersonalschlüssel in Abhängigkeit von Stations- und Bereichsgrößen für Pflegeeinrichtungen entwickelt und eingesetzt werden. Hierbei ist die Anzahl
der zu versorgenden Patienten der Maßstab, der gekoppelt an die Erkrankung und den damit bestehenden Pflegebedarf eingesetzt werden muss.

Zudem sollten die Mindestquoten für vollexaminierte Pflegekräfte nach Fachbereichen bzw. Abteilungen oder Gebieten festgelegt und transparent gemacht werden.

Die Kirchengewerkschaft nimmt wahr, dass unter der derzeitigen Berücksichtigung des Mangels an examinierten Pflegekräften, auf dem Arbeitsmarkt eine neue Qualifikationsoffensive bzw. neue Qualifikationsmodelle entwickelt und gefördert werden müssen.

Eine weitere große Belastung und Herausforderung ist die umfangreiche gesetzlich  vorgesehene / vorgeschriebene Dokumentationspflicht.
Diese muss nach Auffassung unserer Kolleginnen und Kollegen dringend vereinfacht werden mit dem Ziel, mehr Zeit für die Patientenversorgung zu haben.

Somit müsste nach Auffassung der Kirchengewerkschaft die Dokumentation in der Kommunikation zwischen stationärer und ambulanter Pflege sowie in der Kommunikation mit den Patienten schnellstmöglich überdacht werden.
Eine Dokumentation als Kommunikation kann nach unserer Auffassung auch bedeuten, dass ein Pflegefaktor im Sinne der gesetzlichen Dokumentation, das Gespräch, die Zuwendung und der persönliche Kontakt zwischen Pflegenden und zu pflegenden Patienten, dokumentiert und abrechnungsfähig wäre.

Wie der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft zum internationalen Tag der Pflege weiter mitteilte, ist nach seiner Auffassung eine vereinheitlichte Dokumentation und Qualitätssicherung im stationären und
ambulanten Bereich einzuführen, um Abläufe im Krankenhaus effektiver und effizienter zu gestalten. Die Kooperation zwischen den beiden Sektoren muss definitiv vereinfacht werden, so der Bundesvorstand.

Eine besondere Wichtigkeit ist die Wertschätzung der von den Kolleginnen und Kollegen geleisteten
Arbeit. So müssen, sagte der Bundesvorstand, die Entgelttabellen für die Kolleginnen und Kollegen in der ambulanten und stationären Pflege merklich angehoben werden. Im gleichen Atemzug müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Zeitfaktoren zur Grundpflege von Patienten sowie für spezielle Aufgaben grundlegend überdacht werden, die der Arbeit am Menschen und für den Menschen gerecht werden, so der Bundesvorstand.

Liebe Leserinnen und Leser, achten Sie bitte am internationalen Tag der Pflege auf die Fahrzeuge der ambulant arbeitenden Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Diakonie und des Caritas sowie in den stationären Einrichtungen. Schenken Sie den Kolleginnen und Kollegen vor Ort ein Lächeln und einen besonderen Dank.

Für den Bundesvorstand

Ralf Reschke

 

 

Die Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst

 

Zur Kenntnis, da es nicht automatisch im Bereich der Kirche, Diakonie und Cartias gilt.

Die Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst

Bei den Tarifverhandlungen für die 2,14 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gab es eine Einigung.

Die Einigung sieht die Sicherung der Leistungen der betrieblichen Altersversorgung,

eine neue Entgeltordnung für 1.088 Tätigkeiten und

eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 4,75 Prozent beinhaltet

2,4 Prozent ab 1. März 2016 und

2,35 Prozent ab 1. Februar 2017 vor.

Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Schritten um insgesamt 65 Euro erhöht –


35 Euro ab 1. März 2016 und

30 Euro ab 1. Februar 2017.

 

 

 

 

1. Mai 2016

1. Mai 2016

                       

Altersarmut

 

Zurzeit in aller Munde: Altersarmut. Dass sie kommt, oder besser schon lange zum Alltag gehört, ist zumindest den vielen Betroffenen klar. Ich weiß nicht, wie es Ihnen mit diesem Thema geht? Ich merke, wie sich Enttäuschung breit macht und trotz christlicher Sozialisation Wut aufsteigt.

Die Parteien der großen Koalition versuchen ihre Fehler, die zum jetzigen Rentendebakel geführt haben nun hektisch zu korrigieren.

Hier nur einige Beispiele einer m.E. verfehlten Politik:

Von 2000 bis 2012 sind die Löhne in Deutschland insgesamt um 26,3% gestiegen.

Im genannten Zeitraum sind die Preise durchschnittlich um 23% gestiegen. Die Reallöhne sind also fast unverändert geblieben. Die Beschäftigten hatten einen Lohnzuwachs von

26,3%, die Waren und Dienstleistungen sind um 23% teurer geworden. Es bleibt eine Reallohnsteigerung (Kaufkraftsteigerung) von lediglich 3,3% in zwölf Jahren.

Wie schmerzlich muss das für die vielen gering verdienenden Beschäftigten sein. Ich meine besonders die Beschäftigten in Kirche, Diakonie und Caritas die jetzt schon nicht von ihrem Gehalt leben können. Was bedeutet das für die spätere Rente?

Gegen den Widerstand der CDU wird Anfang 2015 der Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser, wissen Sie, was das für den Einzelnen bedeutet?

Hermann-Josef Tenhagen, Chef des Online-Verbrauchermagazins „Finanztipp“, rechnet vor: Wer heute den Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde bezieht, muss 63 Jahre Vollzeit arbeiten, um auf das Niveau einer Grundrente zu gelangen. „Das sind 840 Euro im Monat“, sagt Tenhagen. (aus Focus.de)

Hier noch einige Zahlen, die für sich sprechen:

Die Renten steigen zum 1. Juli 2016 im Westen um 4,25% im Osten um 5,95%.

Infolgedessen erhöht sich die Zahl der Rentner, die dann erstmals Steuern zahlen müssen, um 160.000.

Gleichzeitig sinkt der steuerfreie Teil der Rente schrittweise.

2005 betrug dieser noch 50%. Wer seinen Ruhestand am 1. Juni 2016 antritt, erhält lediglich28%. Damit nicht genug. Im Jahr 2040 entfällt der steuerfreie Beitrag ganz.

Gebetsmühlenartig wird in Politik und Wirtschaft darauf hingewiesen, dass die Menschen immer älter werden und die Jungen das finanzieren müssen. Selbst wenn die Zahlen solide wären, wird deutlich, dass dieses Finanzierungssystem nicht nachhaltig das eigentliche Problem beheben kann.

Wir brauchen mehr Menschen, die einzahlen. Was ist mit den Beamten, den Selbstständigen, Freiberuflern?

Ein Blick über den Zaun in die Schweiz könnte helfen.

Der wesentliche Unterschied der deutschen Rentenversicherung zum Modell der Schweiz besteht in der Verpflichtung aller Einwohner, in die umlagefinanzierte, gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Stattdessen schwadroniert der Finanzminister über eine Rente ab 70.

Was bedeutet das für mich, für uns als Gewerkschaft und vielleicht auch für Sie als Leser und Leserin?

1. Wir dürfen der Politik nicht alles durchgehen lassen.

2. Kirche und Gewerkschaften sollten sich ihrer Verantwortung für das Gesamtwohl der Menschen bewusst sein und Stellung beziehen.

3. Je mehr Beschäftigte Mitglieder einer Gewerkschaft werden, desto größer wird der Einfluss auf Politik und Wirtschaft.

4. Wir brauchen daher nicht viele kleine, mittlere und große Verbände in der Kirchen Diakonie und Caritas, die sich für die Beschäftigten einsetzen, wir brauchen eine große Kirchengewerkschaft mit eigenständigen Landesverbänden für alle.

 

 

Eine Bundesgewerkschaft für die beiden großen Kirchen und für die Diakonie und Caritas.

 

 

Für den Bundesvorstand

Ralf Reschke

Vorsitzender

 

 

Wir Streiken - leider nicht!

Wir streiken - leider nicht!

Die Kirchengewerkschaft erklärt sich aber solidarisch mit all den Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst, die in diesen Tagen durch Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben, so auch unsere Auffassung, eine  angemessene Vergütung zu erhalten. Wir, die die kirchlich Beschäftigten der evangelischen / katholischen Kirche mit ihrer Caritas und Diakonie vertreten, beobachten mit Sorge und Ärgernis das Angebotsverhalten des
öffentlichen Arbeitgebers.

Die tarifvertraglichen als auch die arbeitsvertraglichen Regelungen im Bereich der Kirchen und ihrer Diakonie und Caritas werfen arbeitgeberseitig immer einen sehr scharfen und konzentrierten Blick auf das Ergebnis des öffentlichen Dienstes.

Somit sind die kirchlich Beschäftigten indirekt betroffen.

Aus diesem Grunde erklären wir uns, der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft, ausdrücklich solidarisch mit den Streikenden vor den Türen der Kitas, des öffentlichen Nahverkehrs, der Kliniken und anderer öffentlichen Einrichtungen.

Gleichzeitig fordert der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft seine Mitglieder auf, dafür Sorge zu tragen, dass in den Kitas keine Kinder aufgenommen werden, die durch den Streik nicht betreut und versorgt werden können.

Für den Bundesvorstand

Ralf Reschke

Vorsitzender

 

 


Kontaktdaten der Kirchengewerkschaft